Vom Ende jüdischen Lebens in Tiengen und der Bedeutung des jüdischen Friedhofs

Rundgang durch Tiengen
Termin
Di. 13.04.2027, 18:30 - 20:00
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Beschreibung
Manchmal erzählt ein Ort seine Geschichte nicht durch das, was sichtbar ist, sondern durch das, was fehlt. Tiengen ist ein solcher Ort. Auf dem Weg vom Schloss zum jüdischen Friedhof in der Feldbergstraße begegnen wir den Spuren einer Gemeinschaft, die über Generationen zum Leben der Stadt gehörte und in den 1930er-Jahren entrechtet, vertrieben und schließlich ausgelöscht wurde.
Die Führung erinnert an die Schicksale jüdischer Familien aus Tiengen, deren Leben durch Ausgrenzung und Verfolgung zerstört wurde. Sie führt zurück in die Zeit der Reichspogromnacht und beleuchtet die Ereignisse, die zur Deportation der letzten Tiengener Jüdinnen im Oktober 1940 in das französische Internierungslager Gurs führten.
Am Ende des Weges steht der jüdische Friedhof ein Ort der Erinnerung, aber auch ein Ort der Fragen. Seine Geschichte erzählt von Zerstörung und Verlust, zugleich aber von der Würde des Gedenkens. Dort erfahren die Teilnehmenden mehr über die Bedeutung von Tod, Begräbnis und Erinnerungskultur im Judentum und darüber, warum Friedhöfe im jüdischen Verständnis weit mehr sind als Orte der Trauer: Sie sind Zeugnisse eines Lebens, das nicht vergessen werden darf.

Termin: Di, 13.04.2027, 18:30-20:00 Uhr / 7,-
Referent: Gebhard Kaiser, Vorsitzender des Freundeskreises jüdisches Leben Waldshut-Tiengen e.V.
Ort: Rundgang vom Tiengener Schloss zum jüdischen Friedhof
Treffpunkt: Schlosshof Tiengen
Referent(in)
Gebhard Kaiser
Kosten
Teilnahmegebühr: 7,00 Euro
Kurs-Nr.
27010
Veranstalter
Bildungszentrum Waldshut